Serien Tipps im TV: Die Geldeintreiber gnadenlos gerecht

Der Fernsehsender Kabel 1 begleitet in seiner Doku Soap „Die Geldeintreiber – gnadenlos gerecht“ Mitarbeiter eines Inkassounternehmens bei ihrer alltäglichen Arbeit. Das Berufsbild wird dabei ausführlich vorgestellt. Sicher hat das Format auch die Aufgabe, dem schlechten Ruf der Inkassounternehmen effektiv entgegenzuwirken. Erstmals wurde die Fernsehserie, die bis zum jetzigen Zeitpunkt auf fünf Folgen in einer Staffel zurückblicken kann, am 26.03.2012 auf Kabel 1 ausgestrahlt. Sowohl Mitarbeiter des Inkassounternehmens als auch ein Rechtsanwalt, der eng mit diesen zusammenarbeitet, werden bei ihrer täglichen Arbeit begleitet.

Bereits nach der ersten Ausstrahlung hat die Serie für Furore und kontroverse Diskussionen gesorgt. So wird infrage gestellt, ob das Sendeformat wirklich der Realität entspricht. Die beiden männlichen Geldeintreiber wählen die Einschüchterung der Schuldner als Mittel, um die Forderungen der virtuellen Gläubiger geltend zu machen. Allein durch ihren Körperbau sollen sie Angst ausstrahlen. Die Realität sieht jedoch oftmals anders aus, denn nicht jeder Inkassomitarbeiter hat Angst einflößende Mittel und Muskeln.

Der Bundesverband deutscher Inkassounternehmen zeigte sich empört über dieses realitätsferne Sendeformat und forderte öffentlich eine sofortige Einstellung der Serie. Seitens des Verbandes werden sogar juristische Mittel geprüft, um eine weitere Ausstrahlung auf rechtlichem Wege zu verhindern.

Kriminelle Hintergründe

Seriöse Inkassounternehmen, wie die infoscore inkasso verl wenden fundierte und rechtlich zulässige Methoden an, um offene Forderungen geltend zu machen. Die Fernsehserie hingegen orientiert sich in ihren Methoden jedoch sehr stark am Unternehmen Inkasso-Team Moskau. Dabei handelt es sich um ein Inkassounternehmen, welches vor Jahren großes Aufsehen aufgrund seiner fragwürdigen Tätigkeiten erregt hat. Ein Gericht untersagte diesem Unternehmen seinerzeit sogar, unter diesem Namen weiterhin Dienstleistungen anzubieten. Es wird zudem kritisiert, dass die Geldeintreiber, die die Rolle der Inkassomitarbeiter übernehmen, von Laienschauspielern dargestellt werden. Diese wüssten jedoch um die Ernsthaftigkeit dieses Berufes in der Regel nicht ausreichend Bescheid.

Es bleibt abzuwarten, ob Kabel 1 noch weitere Folgen der Serie ausstrahlen wird. Was die Fernsehzuschauer angeht, so hat der Sender mit dem Format keine Erfolg versprechenden Einschaltquoten erzielen können.

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